Robert Creeley, Ränder PDF Drucken E-Mail
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Gedichte aus fünfzig Jahren, übertragen von Klaus Reichert, mit fünf Original-Offsetlithographien von Jürgen Brodwolf, geprägter Leinenband, Fadenheftung, Großformat 30,2 x 20,2 cm, zweifarbiger Druck, 68 Seiten
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Vorzugsausgaben

Ausgabe A: Nr. 1 bis 30, von Reichert und Brodwolf signiert, eine unikate Tubenfigur im gerahmten Objektkasten von Brodwolf zugehörig (Abbildung unten links)
vergriffen, nur noch für neue Abonnenten

Ausgabe B: Nr.  31 bis 60 , von Reichert und Brodwolf signiert, eine mit Wachs und Asphaltlack übermalte, unikate Offsetlithographie beiliegend (nur noch wenige Exemplare, Abbildung auf Anfrage, Varianten)
178,00 Euro

Ausgabe C: Nr. 61 bis 100, von Reichert und Brodwolf signiert, eine signierte Offsetlithographie beiliegend (Abbildung unten rechts)
vergriffen, nur noch für neue Abonnenten

Normalausgaben:

Nr. 100 bis 300, von Reichert und Brodwolf signiert 
vergriffen, nur noch für neue Abonnenten

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Als opulent ausgestatteter zweiter Band der Edition Refugium erschien 2005 eine zweisprachige Ausgabe mit ausgewählten Gedichten von Robert Creeley, einem der wichtigsten amerikanischen Lyriker unserer Zeit. Übertragen wurden die Gedichte von Prof. Klaus Reichert, begleitet werden sie von fünf großen Offsetlithographien von Prof. Jürgen Brodwolf, vier davon doppelseitig.

Brodwolf, der zu den bedeutendsten Bildhauern und Graphikern im europäischen Raum zählt, an der Dokumenta in Kassel und der Biennale in Venedig teilnahm, entschied sich für figurative Formungen, welche in ihrem lapidar scheinenden Ausdruck kontrastierend zu den Gedichten wirken sollen und - wie diese - an die Ränder des Lebens führen. Leider verstarb der Autor wenige Tage vor Drucklegung, so daß diese Publikation von ihm nicht mehr signiert werden konnte.

Robert Creeley (1926-2005) intensivierte das Alltägliche in seinen Gedichten so lange, bis es sich in etwas Unangreifbares überhöhte. Creeleys Sprache hat in ihrem Minimalismus trotz vorgeblicher Einfachheit eine eigene, zuweilen am Jazz ausgerichtete Rhythmik. Seine Gedichte thematisieren die Brüchigkeit der Beziehungen und die Verlorenheit des Ichs. Sein lyrisches Ich ist nicht rauschhaft regressiv wie das „gezeichnete Ich" Gottfried Benns, aber in seiner Versachlichung ist es gleichfalls ein Chronist der späten Welt. In einem Gedicht über seine Vorfahren heißt es: „Ich ist spät." Und das Gedicht „Echos" aus dem hier anzuzeigenden Band, in dem unglaublich assoziationsreich das mehrtausendjährige Verhältnis der Menschen zu den Sternen anklingt, endet mit deren Veränderung in unserer Spätzeit: Was konnten Sterne andres sein als etwas das es nicht mehr gab, // Echos von Licht, zu spät als daß sie uns gälten. / Aber da, da waren sie und da sahn wir sie.

Der großformatige Leinenband mit Fadenheftung bringt die Originalgedichte und ihre Übersetzung im Zweifarbendruck, die Graphiken Brodwolfs zeigen embryonal wirkende Körper, einsam an Ränder abgedrängt.
Am Erker, Zeitschrift für Literatur (Gernot Wolz)

In Klaus Reichert, dem deutschen Übersetzer seines lyrischen Werkes seit vielen Jahren, hat der Amerikaner einen kongenialen Partner gefunden, dem es auf wundervolle, atemberaubende Art und Weise gelingt, den unverwechselbaren Eigenklang nahezu unbeschadet in die fremde Sprache zu übertragen.
poetry on the road

Robert Creeleys Dichtung ist so fundamental und nötig wie die Luft, die wir atmen; so gastlich, klar und offen wie unser ganzer Kontinent. Er ist ungefähr das beste, was wir haben.
John Ashbery

 
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